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Karlsruhe: Veranstaltungskalender

Welche Zukunft? Eine Welt des Friedens und der Freiheit!

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Film und Diskussionsveranstaltung mit Mathias Meyers, Mitautor des Films über das Leben von Peter und Ettie Gingold und deren Widerstand gegen den Faschismus

22. März 2017, 19.30 Uhr
Ort: Ständehaus, Ständehaussaal

Am 3. Juni 2017 planen Rassisten und Faschisten, einen sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ in Karlsruhe durchzuführen. Bis zu 1.000 Nazis aus ganz Deutschland und Europa sollen in Karlsruhe aufmarschieren – sie wollen für ihre nationalistischen und rassistischen Herrschaftsansprüche „Zukunft“ schaffen. Ermuntert hierzu sind sie offensichtlich durch ihre seit Februar 2015 organisierten regelmäßigen „Spaziergänge“ in unserer Stadt. Die „Spaziergänge“ werden zwar von heftigen Protesten Karlsruher Bürgerinnen und Bürger und engagierten jugendlichen Antifaschistinnen und Antifaschisten beantwortet, trotzdem hat die Karlsruher demokratische Öffentlichkeit die von den Aufmärschen ausgehende Gefahr bisher nur ungenügend erkannt. Wer an einer menschenwürdigen und von Humanismus geprägten Zukunft in unserer Stadt interessiert ist, sollte sich aufgefordert sehen, sich energisch dafür einzusetzen, dass diese Kräfte nicht bloß in ihre Schranken, sondern dahin verwiesen werden, wo sie hingehören: Auf den Müllhaufen der Geschichte!

Bei der heutigen Veranstaltung wird der 30-minütige Dokumentarfilm „Zeit für Zeugen – Eine Hommage an Ettie und Peter Gingold“ den Einstieg in eine Diskussion über die aktuell sehr bedrohliche gesellschaftliche Entwicklung bieten. Ettie und Peter Gingold gehörten zu den antifaschistischen Widerstandskämpfern, die auch nach der Befreiung im Mai 1945 ihr weiteres Leben lang gegen jede Form von Rassismus und Neofaschismus auftraten und in ungezählten Auftritten vor Schulkassen und Jugendgruppen vor den Entwicklungen warnten, mit denen wir heute konfrontiert sind. Die Karlsruher „Spaziergänge“ sind nur eine Erscheinung davon, wie erneut versucht wird, eine rechte, profaschistische Massenbasis zu schaffen. Mathias Meyers wird in seinem Diskussionsbeitrag nach dem Film auf die Lehren der Geschichte und des Widerstands gegen den Faschismus eingehen, um darauf hinzuweisen, welche Gefahren der schon sehr weitgehende Versuch einer rechten Massenmobilisierung in sich birgt.

Über die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten” (VVN-BdA):
Die VVN-BdA wurde gegründet von Widerstandskämpfern und Überlebenden der Konzentrationslager des Hitlerfaschismus. Im historischen Schwur von Buchenwald haben sie sich bekannt zum „Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“. Sie haben ihre Erfahrungen aus der Zeit vor der Machtübertragung an den Faschismus in Deutschland, ihre Erfahrungen im Widerstand und in den Konzentrationslagern in die Waagschale der Geschichte für eine bessere Zukunft gelegt. Heute kommt es für uns erneut darauf an, wachsam zu sein und wirksamen Widerstand gegen die gefährliche Rechtsentwicklung zu organisieren, die uns auf deutschen Straßen und zwischenzeitlich in deutschen Parlamenten begegnet. „Wehrt euch rechtzeitig!“ warnt Peter Gingold in dem Film, der die Veranstaltung eröffnen wird.

Über Mathias Meyers:
Der Referent Mathias Meyers aus Mainz ist Mitglied der VVN-BdA, Mitbegründer der Gingold-Erinnerungsinitiative und des regionalgeschichtlichen Projekts "Trotz alledem - Ein Porträt des antifaschistischen Widerstands im Rhein-Main Gebiet“.


Veranstaltungsort Ständehaus, Ständehaussaal

Ständehausstraße 2, 76133 Karlsruhe


Nächste Haltestelle
Karlsruhe Herrenstraße
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Nächster Parkplatz
Friedrichsplatz
Geöffnet: 00:00 bis 00:00 Uhr
Entfernung: ca. 60 m Luftlinie


Anfahrt
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Veranstalter

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)

Kontakt
E-Mail:
Telefon: 0721 - 31690
Anschrift: Poststraße 8, 76137 Karlsruhe


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