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ORGANIZER;CN=ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe:MAILTO:info@zkm.de
LOCATION:Zentrum für Kunst und Medien ZKM
SUMMARY:Der Fernseher als Galerie
DESCRIPTION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Das Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers=0D=0A=0D=0A    Im April 1969 erschienen Ku
 nstwerke der internationalen Avantgarde an einem unerwarteten Ort: auf den 
 Fernsehbildschirmen deutscher Wohnzimmer. Der Filmemacher Gerry Schum und d
 ie Kunsthistorikerin Ursula Wevers hatten das Fernsehen in einen Ausstellun
 gsraum f=C3=BCr Kunst verwandelt. Mit der        Fernsehgalerie Gerry Schum
         und der sp=C3=A4teren        videogalerie schum        geh=C3=B6rte
 n sie zu den Ersten\, die versuchten\, Fernsehen und Video als k=C3=BCnstleri
 sche Medien zu etablieren.        Die Ausstellung        Der Fernseher als 
 Galerie. Das Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers        erz=C3=A4hlt die G
 eschichte dieses heute legend=C3=A4ren Projekts und ist zugleich mit einem 
 bedeutenden Erwerb verbunden: Das ZKM =C3=BCbernimmt das      Archiv Gerry 
 Schum und Ursula Wevers      und sichert damit eines der bedeutenden Archiv
 e der Kunst des 20. Jahrhunderts f=C3=BCr k=C3=BCnftige Generationen. Der E
 rwerb wurde durch die Unterst=C3=BCtzung der Kulturstiftung der L=C3=A4nder
 \, der Stadt Karlsruhe und des Landes Baden-W=C3=BCrttemberg erm=C3=B6glicht
 .      Gegen Ende der 1960er Jahre wurde das Kunstwerk als Objekt zunehmend
  in Frage gestellt. Doch Prozesse\, Aktionen und ortsspezifische Werke wider
 setzten sich den gewohnten Formen des Sammelns und Ausstellens. Die Antwort
  von Gerry Schum und Ursula Wevers auf diese Situation war ebenso einfach w
 ie radikal: Diese Kunst brauchte ein neues Medium.    Am 15. April 1969 gin
 g die     Fernsehgalerie Gerry Schum    erstmals auf Sendung: Die ARD strah
 lte mit     LAND ART    die erste Fernsehausstellung aus     .    Am 30. No
 vember 1970 folgte mit     IDENTIFICATIONS    eine zweite Fernsehausstellun
 g im S=C3=BCdwestfunk. Alle Filme waren f=C3=BCr das Fernsehen konzipiert w
 orden und existierten praktisch nur im Augenblick der Sendung. Die Produkti
 onen\, die heute zum internationalen Kanon der Videokunst\, Land Art und Konz
 eptkunst z=C3=A4hlen\, entstanden in Zusammenarbeit mit 30 K=C3=BCnstlern\, d
 arunter Joseph Beuys\, Daniel Buren\, Jan Dibbets\, Richard Long\, Mario Merz\, 
 Richard Serra und Lawrence Weiner. Hinzu kamen die Fernsehinterventionen=C2
 =A0 von Keith Arnatt und Jan Dibbets\, die unangek=C3=BCndigt in das laufend
 e Programm eingriffen.    =E2=80=9EEine unserer Ideen ist die Kommunikation
  von Kunst anstelle des Besitzes von Kunstobjekten=E2=80=9C\, erkl=C3=A4rte 
 Gerry Schum. Tats=C3=A4chlich zielte das Projekt nicht nur auf ein neues Me
 dium\, sondern auf eine andere =C3=96ffentlichkeit f=C3=BCr Kunst und eine n
 eue =C3=96konomie. Die     Fernsehgalerie    war ein Gegenentwurf zur Exklu
 sivit=C3=A4t von Museum\, Galerie und Kunstmarkt.    Die strukturellen Grenz
 en dieser Kritik an der Kunst als Ware zeigten sich jedoch bald. Als die Fe
 rnsehsender sich weigerten\, die Zusammenarbeit fortzusetzen\, musste sich da
 s Projekt an genau jene Strukturen des Kunstmarktes anpassen\, denen es ursp
 r=C3=BCnglich entkommen wollte. 1971 gr=C3=BCndeten Schum und Wevers in D
 =C3=BCsseldorf die videogalerie schum und schufen damit ein neues\, wegweise
 ndes Modell =E2=80=93 die erste Galerie in Europa\, die sich ausschlie=C3=9F
 lich der Produktion und dem Vertrieb von Videoeditionen widmete.    Die Aus
 stellung erz=C3=A4hlt anhand des umfangreichen Archivs eine Geschichte von 
 Utopien\, von Gelingen und Scheitern =E2=80=93 von Gerry Schums ersten Filme
 n ab 1967 bis zu seinem Suizid im Jahr 1973. Dabei l=C3=B6st sie diese Gesc
 hichte aus der Verk=C3=BCrzung auf einen einzelnen Protagonisten. Von Anfan
 g an war das Projekt von Zusammenarbeit gepr=C3=A4gt: im Vorfeld mit Bernha
 rd H=C3=B6ke und Hannah Weitemeier\, dann vor allem mit Ursula Wevers\, die s
 eit Oktober 1968 die Realisierung der Fernsehgalerie Gerry Schum und der sp
 =C3=A4teren videogalerie schum ma=C3=9Fgeblich mitgestaltete.    Grundlage 
 der Ausstellung ist das Archiv\, das von Ursula Wevers =C3=BCber 50 Jahre be
 wahrt wurde. Zu sehen sind nicht nur die bekannten Film- und Videoarbeiten\,
  sondern auch originale 16-mm-Filme und Videob=C3=A4nder\, historische Video
 technik sowie Korrespondenzen\, Produktionsunterlagen\, Fotografien\, Drucksac
 hen und Zertifikate. Diese Materialien geben Einblick in die konzeptuelle A
 rbeit hinter den Projekten\, in institutionelle Konflikte und in die praktis
 chen Bedingungen der Produktion.    Die Fernsehgalerie und die videogalerie
  schum sind nicht nur als wegweisende Kunstprojekte von Bedeutung. Sie zeig
 en auch mit besonderer Klarheit eine Dynamik\, die auch unsere Gegenwart pr
 =C3=A4gt: Neue Medien ver=C3=A4ndern nicht nur die Gestalt der Kunst\, sonde
 rn auch ihre Bedingungen =E2=80=93 ihre Produktion\, ihre Verbreitung und ih
 re Eigentumsverh=C3=A4ltnisse.    K=C3=BCnstler:innen / Mitwirkende    Giov
 anni Anselmo\, John Baldessari\, Joseph Beuys\, Alighiero Boetti\, Marinus Boez
 em\, Stanley Brouwn\, Daniel Buren\, Pier Paolo Calzolari\, Gino De Dominicis\, 
 Walter de Maria\, Jan Dibbets\, Barry Flanagan\, Hamish Fulton\, Gilbert & Geor
 ge\, Michael Heizer\, Bernhard H=C3=B6ke\, Gary Kuehn\, Richard Long\, Mario Mer
 z\, Dennis Oppenheim\, Klaus Rinke\, Ulrich R=C3=BCckriem\, Reiner Ruthenbeck\, 
 Gerry Schum\, Richard Serra\, Robert Smithson\, Keith Sonnier\, Ger van Elk\, Fr
 anz Erhard Walther\, Lawrence Weiner\, Hannah Weitemeier\, Ursula Wevers\, Gilb
 erto Zorio. =20
URL:https://kalender.karlsruhe.de/db/termine/ausstellungen/der_fernseher_als_galerie
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