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Karlsruhe: Veranstaltungskalender

Writing the History of the Future

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Die Sammlung des ZKM

17. März 2021 bis 9. Januar 2022
Ort: Zentrum für Kunst und Medien (ZKM)

In einer außergewöhnlichen Zusammenstellung präsentiert das ZKM die Hauptwerke seiner weltweit einzigartigen Medienkunstsammlung.

Das 20. Jahrhundert erlebte eine radikale Transformation des Bildes durch die apparativen Medien. Beginnend mit dem Skandal der Fotografie, der darin bestand, dass Bilder sich quasi selbst herstellen, haben die Medien den »Gesamtcharakter der Kunst verändert« (Walter Benjamin). Fotografie, Film, Fernsehen, Video, Computer und Internet haben das Verhältnis von Künstler, Werk und Betrachter sowie unsere Vorstellung des Schöpferischen neu bestimmt. Die Ausstellung »Writing the History of the Future« macht beispielhaft den Wandel der Kunst angesichts der sich verändernden apparativen Produktions-, Rezeptions- und Distributionstechnologien deutlich. Sie zeigt auch, wie KünstlerInnen mediale und soziale Praktiken vorwegnehmen, die erst Jahre später für die gesamte Gesellschaft selbstverständlich werden. Sie schreiben, wie der Titel der Ausstellung sagt, die Geschichte der Zukunft.

Eine neue Geschichte der Kunst

Das 30-jährige Bestehen des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist der Anlass, mit seiner Sammlung, die als eine der wichtigsten Medienkunstsammlungen der Welt gilt, die Geschichte der Kunst im 20. und 21. Jahrhundert neu zu erzählen. Die Ausstellung zeigt mit über 500 Objekten erstmals die Vielfalt der Künste im medialen Wandel . Sie umfasst Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur ebenso wie computerbasierte Werke, Film, Holografie, Kinetische Kunst, Op-Art, Sound Art, visuelle Poesie und Videokunst.

Durch die alle Gattungen und Medien übergreifende Perspektive eröffnet die Ausstellung auf über 6.000 qm einen neuen Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Epoche rasanten technologischen Wandels durch elektronische und digitale Informations- und Kommunikationstechnologien leitete eine nie gekannte Demokratisierung von Kunst und Kultur ein. »Writing the History of the Future« macht nachvollziehbar, wie das Versprechen der Fotografie, die Abbildung der Welt zu individualisieren, in den 1960er-Jahren von den AktivistInnen der Videokunst nochmals eingelöst wurde. Mit der plötzlich verfügbaren Videotechnik bildeten sie Welten ab, die weder im Fernsehen noch von der Filmindustrie gezeigt wurden und entwickelten eine Ästhetik, die noch heute unsere visuelle Kultur beeinflusst. Mit der Verbreitung der Computertechnik in den 1950er-Jahren wandelte sich unsere Vorstellung des Schöpferischen, begann die Automatisierung und Algorithmisierung der Künste. Der zeichenverarbeitende Apparat provozierte Diskussionen wie sie heute im Hinblick auf die Künstliche Intelligenz aufs Neue geführt werden. Elektronische Medien veränderten auch die Wahrnehmung und die Erzeugung des Klangs im 20. Jahrhunderts. Bisher illegitime Klänge und Geräusche wurden zu einem Medium der bildenden Kunst, zur Sound Art.

Die Ermächtigung des Betrachters: Der Weg zu den partizipativen Künsten

Die Ausstellung macht deutlich, wie grundlegend Apparate das Verhältnis zum Kunstwerk verändert haben – sowohl im Hinblick auf die Produktion als auch auf die Rezeption. Die Erzeugung von Kunst konzentriert sich nicht mehr allein auf das Subjekt des Künstlers bzw. der Künstlerin, sondern inkludiert diverse Aktanten, seien es Apparate oder Menschen. Durch die Entwicklung der partizipativen, interaktiven und performativen Künste, von bewegten Bildern zu den bewegten BetrachterInnen, entstehen seit den 1960er-Jahren »offene Werke«, welche die BesucherInnen einer Ausstellung nicht allein zum Betrachten, sondern zum Handeln auffordern.

Die Sammlungspräsentation, für die aus 9.500 Werken ausgewählt wurde, zeichnet sich durch ihre gattungsüberschreitende Inszenierung aus. Sie zeigt den Wandel der Gattung Porträt, der Darstellung des Körpers, des Landschaftsbildes und der Architektur vom Gemälde zur interaktiven Computerinstallation. Sie zeigt die Aktualisierung des Urmedium Schrifts sowie der Kunst als Format des kollektiven und individuellen Gedächtnisses unter den Bedingungen der Informationstechnologie. Die Ausstellung präsentiert somit eine Kunst radikaler Zeitgenossenschaft, d.h. eine Kunst, in der KünstlerInnen die Gegenwart mit den technischen Medien ihrer Zeit reflektieren. Sie bietet eine einmalige Gelegenheit, mit zum Teil raumgreifenden Installationen und zahlreichen Inkunablen der Medienkunst, einen umfassenden Überblick über die eigentliche Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert jenseits von Malerei und Skulptur zu gewinnen.

Die Ausstellung als Erlebnis- und Denkraum

»Writing the History of the Future« ist nicht allein eine Sammlung von Objekten, sondern auch eine Versammlung von Subjekten. Lounges laden ein, sich zusammenzusetzen und über das Gesehene mit Freunden und Familie auszutauschen, im Ackerspace treffen sich Interessierte zu Workshops und Seminaren. Im BÄM-Lab, dem Maker-Space des ZKM wird gemeinsam experimentiert.

Bild: © ZKM | Zentrum fu?r Kunst und Medien Karlsruhe, Gestaltung: Demian Bern




Veranstaltungsort Zentrum für Kunst und Medien (ZKM)

Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe

Virtuelle Ausstellungen und Veranstaltungen auf der Website des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien
http://www.zkm.de
Kontakt
E-Mail:
Telefon: +49(0)721/8100-0

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Stadtteil: Südweststadt
Postleitzahl: 76135
Bebauungsplan-Nr: 002, 060, 288, 649
Rechtswert (UTM): 454888.24
Hochwert (UTM): 5427778.02
Rechtswert (GK): 3454945.62
Hochwert (GK): 5429510.31
Längengrad: 8.38° ö.L.
Breitengrad: 49.0° n.Br.


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Veranstalter

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Stiftung des öffentlichen Rechts

Das ZKM vereint unter einem Dach Ausstellungen und vielfältige Veranstaltungen, eine Mediathek sowie zwei wissenschaftliche Forschungsinstitute. Mit der Präsentation von Kunst und deren Produktion mit GastkünstlerInnen vor Ort, ist das ZKM die bis heute einzige Kulturinstitution weltweit, die die Verflechtung von Produktion und Forschung, Ausstellung und Aufführungen, Vermittlung und Verbreitung, Konservierung und Restaurierung derart intensiv aufgreift.

Öffnungszeiten
ZKM Ausstellungen in Lichthof 1+2 sowie 8+9
Montag–Dienstag      geschlossen
Mittwoch–Freitag      10 bis 18 Uhr
Samstag–Sonntag    11 bis 18 Uhr

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ZKM Infotheke
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Webseite des Veranstalters (http://www.zkm.de)

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