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Karlsruhe: Veranstaltungskalender

SWR NEW JAZZ MEETING 2021: Sasha Berliner

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"Tabula Rasa" // Feminine Perspectives On Jazz

20. November 2021, 20 Uhr
Ort: Kulturzentrum Tollhaus

Die aus San Francisco stammende 23jährige Vibrafonistin Sasha Berliner ist die erste Frau, die von den Kritikern des amerikanischen Jazzmagazins „Down Beat“ in der Kategorie „Rising Star Vibraphone“ auf den ersten Platz gewählt wurde. Heute ist sie eine kreative Kraft der jungen kreativen Brooklyner Szene, die zum einen fest in der experimentellen Musikwelt verankert ist und zum anderen tief in der Jazztradition steht. Sie setzt sich gegen Misogynie und Rassendiskriminierung ein. Aufsehen erregte ihr Blog „An Open Letter to Ethan Iverson (And the Rest of the Jazz Patriarchy)“ 2017. Die Amerikanerin reagierte damit auf ein Interview, das der Jazz-Blogger Ethan Iverson mit dem Keyboarder Robert Glasper geführt hatte. Glasper hatte darin Frauen ein undifferenziertes Hörvermögen bescheinigt. Diese Wertung wies Berliner scharf zurück und schilderte eigene Erlebnisse von Diskriminierung, die sie als Musikerin wegen ihres Geschlechts erlebt hat. Amerikanische Zeitungen und Zeitschriften griffen das Thema auf, diskutierten Misogynie und Sexismus im Jazz.
Ihre größten Helden sind Bobby Hutcherson, „wegen seines ungeheuren stilistischen Facettenreichtums und des großen Freiraums, mit dem er spielt“, und Steve Nelson, „weil er es schafft, seine Gefühle auf dem ganzen Instrument auszuschütten“. Aber auch Gary Burton mit seiner sensationellen Vier-Schlegeltechnik. Sasha Berliner schafft es, das Vibrafon – ein manchmal störrisches Instrument – zu emotionalisieren, es vielschichtig leuchten und strahlen zu lassen. Gelegentlich spielt sie auch eine elektronische Variante, das MaletKAT, eine Art Vibrafon-Synthesizer.  Sasha Berliner - Kuratorin, Vibrafon, MaletKATKalia Vandever - Posaune, ElectronicsMatt Sewell - elektrische GitarreMax Gerl - Kontrabass, ElektrobassMichael Ode - Schlagzeug

gemeinsam mit SWR2 und dem Jazzclub Karlsruhe e.V.



Feminine Perspectives On Jazz
"No bad for a Girl"? Was die immer noch überwiegend männliche Jazzgemeinde so über die Beiträge von Frauen ablässt, ist nicht selten unerträglich. So erregte die amerikanische Vibraphonistin Sasha Berliner weltweites Aufsehen mit ihrem Blog „An Open Letter to Ethan Iverson (And the Rest of the Jazz Patriarchy)“, in dem sie albern sexistische Äußerungen prominenter Musikerkollegen geißelte und über ihre Erlebnisse von Diskriminierung, als Jazzstudentin an der Manhattan School of Music in New York berichtete. Als sich die französische Perkussionistin Camille Èmaille im vergangenen August beim Jubiläumskonzert zum 80. Geburtstag von Peter Brötzmann  hinter ihr Schlagzeug setzte, war das dem eher klassischen, älteren, männlichen Free Jazz Publikum zunächst relativ egal, man unterhielt sich fröhlich weiter. Doch nach einer Minute war kein Mucks mehr zu hören – alle starrten und lauschten gespannt den Klangkaskaden, die Émaille erzeugte. Für die deutsche Saxofonistin Luise Volkmann war das Thema Jazz und „Frau“ oder „Mann sein“ erst relevant, als sie an die Hochschule kam und merkte: „Huch, ich bin ja die einzige Saxofonistin.“ Alle drei Musikerinnen sind höchst außergewöhnliche, höchst kreative Stimmen in der internationalen Musikszene und wenden sich gegen soziale, rassistische und sexistische Ungerechtigkeiten. Auch die von der Wochenzeitung Die Zeit als „Ella Fitzgerald aus Leipzig“ betitelte Uschi Brüning hatte es mit den Männern in der Musikwelt der DDR nie leicht. Als sie in den 70ern ihre eigene Band gründete, versuchten die Kollegen, die junge Konkurrentin auflaufen zu lassen und wollten sie fallen sehen. Doch die Sängerin boxte sich durch und ist seit mehr als fünf Jahrzehnten ist sie eine feste Größe im Musikgeschäft.
Vom 20. November bis 2. Dezember bündeln der Jazzclub Karlsruhe und das Kulturzentrum TOLLHAUS vier Konzerte starker Improvisatorinnen unter dem Label "Feminine Perspectives On Jazz" und werden dabei von der SWR2 Jazzredaktion und dem Badischen Kunstverein unterstützt.



Veranstaltungsort Kulturzentrum Tollhaus

Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe

Kontakt
E-Mail:
Telefon: 0721 96 405 0

popup_icon_info Allgemeine Informationen

Stadtteil: Oststadt
Postleitzahl: 76131
Bebauungsplan-Nr: 789
Rechtswert (UTM): 458433.12
Hochwert (UTM): 5428119.78
Rechtswert (GK): 3458491.9
Hochwert (GK): 5429852.21
Längengrad: 8.43° ö.L.
Breitengrad: 49.0° n.Br.


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popup_icon_update Letzte Aktualisierung: 03.02.2020



Veranstalter

Tollhaus Karlsruhe - Freier Kulturverein e.V.

Kontakt
E-Mail:
Telefon: 0721 964050

Alter Schlachthof 35, 76131 Karlsruhe


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