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Karlsruhe: Veranstaltungskalender

Sinfoniekonzert

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Konzert

23. November 2019, 19.30 Uhr
Ort: Hochschule für Musik Karlsruhe, CampusOne, Wolfgang-Rihm-Forum

Bernd Alois Zimmermann Stille und Umkehr

In Stille und Umkehr ist der musikalische Satz extrem reduziert, ja geradezu karg. Von den 42 vorgeschriebenen Instrumenten, darunter ein Akkordeon und eine singender Säge, spielen immer nur wenige gleichzeitig. Prägend ist zudem der wiederkehrende Bluesrhythmus der Trommel.
Alban Berg Violinkonzert

Das Violinkonzert aus dem Jahr 1935 ist wohl das bekannteste und am häufigsten aufgeführte Instrumentalwerk Alban Bergs und zudem seine letzte vollendete Komposition. Er hat das Konzert im Auftrag des Geigers Louis Krasner geschrieben. Krasner spielte den Solopart bei der Uraufführung in Barcelona am 19. April 1936 nach Bergs Tod. Das Konzert ist „Dem Andenken eines Engels“ gewidmet. Berg verarbeitete in ihm den Tod der 18-jährigen, an Kinderlähmung erkrankten Manon Gropius, der Tochter Alma Mahler-Werfels aus der Ehe mit dem Architekten Walter Gropius. Berg wollte „Wesenszüge des jungen Mädchens in musikalische Charaktere umzusetzen“. Dem Werk liegt eine Zwölftonreihe zugrunde, wobei Berg Dodekaphonie und traditionelle Harmonik kombiniert. Die Reihe besteht nämlich aus aufsteigenden Terzen, die die Tonarten g-Moll, D-Dur, a-Moll und E-Dur bilden sowie einer Folge von vier Ganztönen. Zudem zitiert er eine Kärntner Volksweise „Ein Vogerl auf´m Zwetschgenbaum“ und den Bach-Choral „O Ewigkeit Du Donnerwort“.
Peter Eötvös Levitation

Ich erinnere mich an ein Erlebnis, das sich mir unauslöschlich eingeprägt hat: bei einer chinesischen Opernaufführung sah ich einen Artisten, der eine Hühnerfeder auf seiner Nasenspitze balancierte und sie dann mit sehr leichten, kaum spürbaren Atemstößen in die Luft hob. Er ließ sie tanzen, sich scheinbar schwerelos drehen, heben und sinken, bis sie am Ende wieder auf seine Nasenspitze zur Ruhe kam. Dieses Bild – Gegenstände, aller irdischen Schwerkraft enthoben in der Luft tanzend, wie auf den Gemälden von Marc Chagall – war in meinem Kopf, als ich an Levitation arbeitete. Nichts erreicht, um im Bild zu bleiben, in dieser Komposition den Boden; vielleicht nur einmal im 2. Satz, wenn eine Akkordeonmelodie aus der Höhe langsam in die tiefen Lagen absinkt. So wie sich bei einer chemischen Reaktion Elemente neu verbinden, so entstehen in Levitation Klangbilder durch die Farbmischungen der beiden Klarinetten, des Akkordeons und des Streichorchesters: es beginnt mit einer Straßenszene bei einem Orkan mit fliegenden Telefonzellen und Verkehrsschildern; dann ein bei mir häufig wiederkehrender Traumzustand, in dem ich meine Beine hebe und etwa einen Meter über dem Boden schwebe, nicht fliege, sondern in vertikaler Körperhaltung über die Landschaft hingleite; dann in den Lagunen über dem Wasser schwebende Gondeln und schließlich der sich langsam hebende Körper einer Marionette, die „Auferstehung“ der Märchenfigur Petruschka…Das ist die Chemie der Musik.  Peter Eötvös, im Oktober 2007
Speaking Drums  - Four Poems for Percussion Solo and Orchestra

Text: Sándor Weöres

„Zu trommeln und dabei zu sprechen ist nichts Neues. Man findet es in der indischen Perkussion und bei Jazzmusikern, die ihr Spiel mit Sprechgesang begleiten. Dieses Stück geht den umgekehrten Weg und lässt den Schlagzeuger anfangs sinnfreie Texte sprechen. Wichtig ist der Textrhythmus, den er im Laufe des ersten Satzes auf seine Instrumente überträgt. Wie ein Kind voll Vergnügen das gleiche Wort in verschiedenen Melodien wiederholt, so lehrt der Solist seine Instrumente das Sprechen, bis die Trommeln selbst zu plaudern beginnen. Als Basis dient jeweils ein Gedicht, das zunehmend komplexer vorgetragen wird. In den ersten beiden Sätzen sind dies drei Gedichte von Sandor Weöres, im dritten Satz ein Gedicht von Jayadeva. Die Rhythmen formen Worte, Worte bilden Sätze, und Sätze gestalten eine Erzählung.“ (Ann-yi Bingöl)

Yoerae Kim, Violine

Yuria Otaki und Mayuko Shimakawa, Klarinetten
Nejc Grm,
Akkordeon
Leonie Klein,
Percussion

Orchester der Hochschule für Musik Karlsruhe
Dirigent Peter Eötvös


Veranstaltungsort Hochschule für Musik Karlsruhe, CampusOne, Wolfgang-Rihm-Forum

Am Schloss Gottesaue 7, 76131 Karlsruhe

Hochschule für Musik Karlsruhe
CampusOne
Wolfgang-Rihm-Forum

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Veranstalter

Hochschule für Musik

Die Hochschule für Musik Karlsruhe ist eine international renommierte Ausbildungsstätte, an der rund 600 Studierende auf künstlerische, pädagogische und wissenschaftliche Berufe vorbereitet werden. Neben den traditionellen Fächern liegen die Ausbildungsschwerpunkte auf den Gebieten Musiktheater, Zeitgenössische Musik, Musikwissenschaft/Musikinformatik und Musikjournalismus mit multimedialem Bezug. Im Rahmen des SpardaPreCollege für junge hochbegabte Schüler wird zudem der musikalische Nachwuchs intensiv gefördert. Internationalität und das Zusammenleben verschiedener Kulturen prägen das Bild der Hochschule, an der Menschen aus über 50 Nationen Tag für Tag miteinander arbeiten, studieren und musizieren. Mit über 400 Veranstaltungen im Jahr ist die Hochschule für Musik einer der größten Kulturveranstalter in der Kultur- und Medienregion Karlsruhe, Nordbaden, der Südpfalz und dem Elsass.

Kontakt
E-Mail:
Telefon: 0721/6629253
Telefax: 0721/6629266
Anschrift: Am Schloss Gottesaue 7, 76131 Karlsruhe

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