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Karlsruhe: Veranstaltungskalender

Von Pippi Langstrumpf bis Jim Knopf – Rassismus in Kinderbüchern

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Musik und Literatur im WeltenBürgerNetz -
Im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus.

29. März 2019, 19 bis 21 Uhr
Ort: AWO-Begegnungszentrum

Von Pippi Langstrumpf bis Jim Knopf” – “Musik und Austausch im “WeltenBürgerNetz”:

ReSha & friends, eine Formation des Forum Freie Musik Karlsruhe (FFMK) hat sich u.a. als musikalisches Thema Kinder-Buch-Klassiker vorgenommen, die bei vielen das Weltbild prägten.

Diese Kinderbücher werden heute noch oft und mit Begeisterung gelesen und verfilmt. „Jim Knopf“ dürfte auch der umstrittenste sein, weil Michael Ende in seiner Erzählung zum einen auf diskriminierende Beschreibungen für schwarze Menschen zurückgreift und zum anderen zahlreiche Ostasienklischees enthält.

Die Diskussion über rassistische Sprache in Kinder- und Jugendbüchern ist nicht neu.

Maisha-Maureen Eggers, Professorin für Kindheit und Differenz an der Hochschule Magdeburg-Stendal, erklärt in ihrem Aufsatz “Pippi Langstrumpf” – Emanzipation nur für weiße Kinder? anhand einzelner Passagen, wie die Geschichte “schwarze Kinder als stumme, handlungsabhängige Figuren konstruiert” und so das koloniale Bild vom unterwürfigen Eingeborenen am Leben erhält.

Pippi Langstrumpf bezeichnet ihren Vater als “Negerkönig”. In den aktuellen Versionen wird daraus “König”. In einer anderen Szene, formt die Heldin ihre Augen zu Schlitzen und tritt als Chinesin auf. In “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer wird der schwarze Junge mit dem N-Wort bezeichnet, anderswo wird Lukas’ vom Ruß dreckige Haut als genauso schwarz wie Jims beschrieben und an wieder anderer Stelle erbleicht Jim unter seiner schwarzen Haut – als wäre sie nur aufgeschminkt.

Wie verinnerlicht haben wir Älteren diskriminierende Begriffe aus liebgewonnenen Kinderbuchklassikern wie “Jim Knopf” oder “Pippi Langstrumpf” ? Können wir unsere Kinder und Enkelkinder davor bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen und ihnen erklären, dass Worte eine Geschichte haben und die verletzend sein können, wenn wir sie verwenden?

Eine musikalische Sensibilisierung und Hinführung zu den unbewussten Prägungen deutscher Kindheitsgeschichte und eine Begegnung mit (ungewollt rassistischem Kulturgut in der Gegenwart.

mit: ReSha & friends: Cornelius Veith, E-Gitarre, Eva-Maria Heinz, Clavicord und Renate Schweizer (voc,ipad) alle 3 Musiker*innen des Forum Freie Musik Karlsruhe

‘ReSha and friends’ ist eine Musiker*innen – Formation um die interdisziplinär arbeitende Karlsruher Künstlerin Renate Schweizer und ihrem Projekt “Musik und Literatur im Weltenbürgernetz” mit eingeladenen Musiker *innen aus der freien Szene, hauptsächlich aus dem Forum Freie Musik Karlsruhe.

Von sanft kritisch nachdenklich zurückhaltend bis mehr als laut schräg schräg krautig und schrill ist die Musik von “ReSha and friends” immer ein Spiegel des gegenwärtigen gesellschaftlichen “Geistes Zustands” und für Überraschungen gut.
Seit einigen Jahren tritt “ReSha and friends” auf unterschiedlichen Veranstaltungen auf, wie zum Beispiel auf der UND# Plattform für Kunstinitiativen, auf Fest der Holz- und Sägemühle Holzbachtal, 2013, 2014 und 2015 auf der Kunst- und Kulturbühne “DAS FEST”, in Karlsruhe, dem größten Open-Air Festival im Südwesten und regelmäßig bei den “Karlsruher Wochen gegen Rassismus und Diskriminierung”, soundcloud.com/resha-and-friends , www.renate-schweizer.net

Cornelius Veit: Meine Beschäftigung mit den 6 Saiten begann Anfang der Neunziger Jahre. Beeindruckt von Cool Jazz und lateinamerikanischer Musik zog mich nach und nach der Modern Jazz in seinen Bann. Schließlich – sicherlich beeinflusst durch so manche musikalische Begegnung – bildete sich ein Schwerpunkt auf der Improvisierten Musik heraus, woraus sich neue Impulse entwickelten: erweiterte Spieltechniken, Klangexperimente, aber auch die Fortentwicklung traditioneller Spielweisen und Einbindung von Elementen aus der experimentellen Rockmusik. So würde ich meinen heutigen Spielansatz als „irgendwo zwischen allen Stühlen“ bezeichnen – einhergehend mit der (humoristischen) Frage, eine „Lanze für den Jazz oder besser einen Gitarrenhals für den Rock zu brechen?“ http://cornelius-veit.de

Eva-Maria Heinz, geb. 1956 in Neuhaus-Schierschnitz, lebt und arbeitet seit 1989 als selbständige Musikerin und Musikpädagogin in Baden-Württemberg. Nach dem Klavierstudium mit Diplomabschluss an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar ergänzende Aus- und Weiterbildungen in Bewegungs- und Tanzerziehung, Rhythmik, C-Prüfung Kirchenmusik (Orgel und Chorleitung), Studium Alter Musik mit dem Clavichord, sowie Fortbildungen und Kurse zu Musik-Improvisation. Eigene pädagogische Tätigkeit: Kurse, Workshops, Seminare Klavier Begabtenförderung (MHS Weimar), Improvisation, Rhythmik (FS), Chorleitung Erwachsenen- und Jugendchor, Clavichord. Konzerttätigkeit in verschieden Ensembles mit dem Clavichord, Vorstandsmitglied im DTKV Baden-Württemberg; Open Music e.V., EPTA, Piano Podium Karlsruhe, DCS, Ring für Gruppenimprovisation, Pforzheimer Kulturrat. www.eva-maria-heinz.de

„Die Idee hinter diesem Projekt finde ich sehr toll, eine wirkliche Bereicherung für unseren Aktionskalender, da wir kaum Veranstaltungen haben zu „versteckten“ Rassismen in Kulturprodukten unserer Kindheit.“ Di Huyen Vo Dieu, DIE OFFENE GESELLSCHAFT “


Veranstaltungsort AWO-Begegnungszentrum

Klauprechtstraße 30, Karlsruhe Südweststadt



Nächste Haltestelle
Karlsruhe Mathystraße
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Nächster Parkplatz
Mathystr./Ost (Parkautomat)
Entfernung: ca. 250 m Luftlinie


Anfahrt
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Veranstalter

Musik und Literatur im Weltenbürgernetz

Musik und Literatur im Weltenbürgernetz ist eine Veranstaltungsreihe, die im Rahmen des Kunstprojekts "Kommt zu Tisch - eine Einladung an alle Religionen und Nationen" der interdisziplinär arbeitenden Künstlerin Renate Schweizer entstanden ist. 

Kontakt
E-Mail:
Telefon: 0175-9844580
Anschrift: August-Schwall-Str. 8, 76131 Karlsruhe

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