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Karlsruhe: Veranstaltungskalender

Offene Ringvorlesung: Einführung in die Psychoanalyse

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4. Vorlesung: Psychoanalytische Perspektiven der mütterlichen Depression

11. Dezember 2019, 18 bis 19.30 Uhr
Ort: Kleiner Hörsaal, Geb.10.50; KIT

Sigmund Freud stellt das Feld seiner jungen Wissenschaft vor. Was können wir über das Intimste in uns wissen? Was davon zur Sprache kommen kann, folgt nicht allein unseren Absichten und unserem Wollen. Unsere Erinnerung ist lückenhaft. Welcher Ordnung, welchem Gesetz unterstehen die Lücken, mit denen uns unser „Bewusstsein“ konfrontiert? Wonach richtet sich, was wir über das Psychische und die Zusammenhänge unserer Betätigungen wissen können?

Geht die Psychoanalyse dem nach, was gesagt werden kann, so kann sie entdecken, was uns in der Sprache mitgegeben wurde. Die sieben Vorträge mit Analytikerinnen und Analytikern aus dem In- und Ausland werden dies im Wintersemester 2019/2020 unter verschiedenen Gesichtspunkten befragen.

Beim vierten Termin der Reihe am Mittwoch, 11. Dezember 2019 wird sich Dr. phil. Dipl.-Psych. Catherine Moser (Ulm) mit psychoanalytischen Perspektiven der mütterlichen Depression beschäftigen.

Die Schwere und Häufigkeit der post-partum-Störungen weisen darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen der Konstitution einer weiblichen Identität und den bei der Mutterschaft, sich daraus ergebenden Frustrationen und Enttäuschungen geben muss.
In dem Vortrag sollen die Wirkungen der Mutterschaft auf das Selbstverständnis der Weiblichkeit untersucht, und die Krisenmomente bereits in der Schwangerschaft, aber auch bei der Trennung-/ Entbindung als Krisenpunkt, aufgezeigt werden. Unter diesem Blickwinkel erscheint die Depression weniger als Zustand, sondern als ein Fehlentwicklungsprozess innerhalb der Struktur des Begehrens. Der Blick zwischen Mutter und Kind gibt Aufschluss über die Art der Interaktion und der frühen Beziehung: die Spiegelfunktion des Blickes der Mutter ist die narzisstische Besetzung des Kindes. Daraus entspringt die Spiegelung des Blicks als Erinnerung einer Störung in der transgenerationalen Weitergabe der Geschichte zwischen Mutter und Kind, manchmal mit verheerenden Folgen.

Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.

Eine Veranstaltungsreihe der AWWK – Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe in Kooperation mit dem ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale.


Veranstaltungsort Kleiner Hörsaal, Geb.10.50; KIT

Reinhard-Baumeister-Platz 1, , 76131 Karlsruhe



Anfahrt
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Veranstalter

AWWK – Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe

Die AWWK ist eine An-Institution des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und wird getragen durch die Gesellschaft der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe e.V.

Als Einrichtung im Bereich der Erwachsenenbildung bietet die AWWK allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Weiterbildung: Ziel des AWWK-Studienangebots ist der Erwerb von wissenschaftlichen Kenntnissen, Techniken und Fähigkeiten sowie die Erweiterung des persönlichen Wissenshorizonts.

Das Angebot richtet sich an alle Bildungsinteressierte, vor allem an Personen die nach ihrem Berufsleben eine wissenschaftliche Bildung anstreben, und an Interessierte, die neben ihrem Beruf weitere Interessensgebiete wissenschaftlich vertiefen möchten. Im Sinne des offenen Konzepts, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern, bestehen keine besonderen Zulassungsbedingungen wie Hochschulreife oder Studium.

Kontakt
E-Mail:
Telefon: 0721-608 47974
Anschrift: Rüppurrer Str. 1a, Haus B, 76137 Karlsruhe

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