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Karlsruhe: Veranstaltungskalender

Phrahl mende – Wir über uns

Bild

Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland.
Im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus.

19. März 2019, 19 Uhr
Ort: Kinemathek

„Phrahl mende – Wir über uns“ ist eine Dokumentation,
die Perspektiven von Sinti und Roma
in Deutschland aufzeigt. Die biografischen Interviews
mit Persönlichkeiten wie Anita Awosusi, Fatima
Hartmann oder Ilona Lagrene mit Regisseurin
Tayo Awosusi-Onutor geben einen Einblick in
die Diversität von Sinti und Roma in Deutschland,
fern von stereotypen Sichtweisen. „Phral mende –
Wir über uns“ ist kein Film ÜBER Sinti und Roma,
sondern kommt aus ihrer Mitte und lässt sie selbst
über ihre Identität und Engagement, Erinnerungskultur
und Bürgerrechtsbewegung sprechen.
Die Regisseurin Tayo Awosusi-Onutor ist selbst
Sintizza und beleuchtet eine Bandbreite von
Themen wie Selbst- und Fremdwahrnehmung,
Alltagsrassismus, Heimat und Herkunft. Mit
„Phral mende – Wir über uns“ schafft Awosusi-
Onutor ein vielstimmiges Bild von Sinti und
Roma in Deutschland und setzt gleichzeitig ein
Zeichen gegen Antiziganismus und für rassismuskritische
Sprache.
Nach der Filmvorführung findet eine Diskussion
mit der Karlsruher Bürgerrechtsaktivistin
Anita Awosusi und mit Jovica Arvanitelli vom
Landesverband Baden-Württemberg deutscher
Sinti und Roma statt.
Anita Awosusi ist eine der Protagonistinnen des
Filmes und setzt sich seit 30 Jahren für die Rechte
der Sinti und Roma ein. Ihr Schwerpunkt liegt
auf erinnerungspolitischer Arbeit. Ihre Eltern sind
Überlebende des Porajmos, des Holocaust an den
Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Als Autorin
setzt Awosusi sich kritisch mit stereotypisierten
Darstellungen der Sinti und Roma auseinander,
sie hat mehrere Publikationen herausgegeben,
zuletzt die Lebensgeschichte ihres Vaters. Im Rahmen
ihrer Arbeit als Leiterin des Bildungsreferats
im Dokumentationszentrum deutscher Sinti und
Roma in Heidelberg hat sie unzählige Workshops
zum Thema Antiziganismus und dem an den Sinti
und Roma begonnenen Völkermord geleitet.
Jovica Arvanitelli wurde 1980 in Gnjilane im
Kosovo geboren. Zu dieser Zeit gab es dort ein
massives antiziganistisches Pogrom, die Roma
wurden vertrieben und die Häuser von der albanischen
Bevölkerungsmehrheit übernommen.
1991 kam er als Flüchtling mit seiner Familie in
die Bundesrepublik Deutschland, drei Jahre lang
lebte er selbst in einem Flüchtlingslager. Seit
2014 leitet Jovica Arvanitelli die Beratungsstelle
für nicht-deutsche Roma des Landesverbandes.
Der Film wird in Kooperation mit dem Verein „Romani
Phen“ gezeigt.
Romani Phen ist ein selbstorganisiertes, feministisches
Rromani Projekt, um unterschiedliche
Formen von Ideen und Wissen aus feministischer
Rromani-Perspektive zu verbreiten: Rromani-Texte,
Analysen und Dialoge aus der Vergangenheit
und der Gegenwart, internationale Perspektiven,
Audio und Video, mit popkulturellen wie aktivistischen
und wissenschaftlichen Beiträgen.
Wir machen Veranstaltungen, sammeln Schriften,
Tondokumente und Bilder, gegen die Verleugnung,
Verleumdung und Gadjé-Aneignung der
Rromani Geschichte.
Vom 8. März, dem Internationalen Frauen*tag,
bis zum 8. April, dem Internationalen Tag der
Rom*nja, findet jährlich der Romnja* Power
Month statt. Es werden zahlreiche Veranstaltungen
wie Lesungen, Filmaufführungen, Podiumsgespräche,
Konzerte veranstaltet und Beiträge von
Sintizzi* und Romnja* hervorgehoben.

Teilnahme: kostenlos

www.kinemathek-karlsruhe.de


Veranstaltungsort Kinemathek

Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe



Anfahrt
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Veranstalter

Kinemathek Karlsruhe

Kontakt
E-Mail:
Telefon: 0721 83189585
Anschrift: Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe


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