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Musik begleitet das Leben und Schaffen von Thomas Mann (1875-1955)
ohne Unterlass. Doch warum ist es gerade Musik, – und nicht irgendeine andere
Kunst, für die er als Interpret der „deutschen Kulturnation“ Zuständigkeit
beansprucht? Bereits in der frühen Erzählung „Der kleine Herr Friedemann“ oder
im Roman „Die Buddenbrooks“, später im „Zauberberg“ und weiter im „Doktor
Faustus“ macht er auf die Wirkung der Musik, zumal der Musik Richard
Wagners, aufmerksam. Er diagnostiziert einen Musikkult, der nicht nur
seelenbezaubernd, sondern äußerst verdächtig, zudem spezifisch deutsch sei.
Wenn Thomas Mann über Musik schreibt, dann nicht, um ein erbauliches
Musik-Erleben aufzuzeigen, sondern um eine Gesinnungswelt bewusst zu machen,
die anfällig ist für jenen – im Zeichen des Todes stehenden – „Seelenzauber“.
Referentin: Dr. Kerstin Koblitz, Karlsruhe und
Baerenthal/Frankreich
Sie hat Germanistik und Philosophie studiert und wurde über
das Erzählwerk Martin Walsers promoviert.
Eintritt Mitglieder 3,00 EUR, Nichtmitglieder 6,00 EUR, Studierende frei
Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe
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(Entfernung in Luftlinie)




Webseite des Veranstalters (https://goethe-gesellschaft-karlsruhe.de)
Kontakt
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Telefon: 0721 3540754
Klauprechtstr. 24, 76137 Karlsruhe