Eine Überlebende des Lagers Gurs erinnert sich an die Verfolgung während der NS-Diktatur, Buch von Hanna Meyer-Moses (1927-2024).
29. März 2026, 19 bis 20.30 Uhr
Ort: Stadtkloster St. Franziskus (Saal im Untergeschoss), Rechts der Alb 28, 76199 Karlsruhe/Dammerstock
Referent: Rolf Meyer, Sohn von Hanna Meyer-Moses
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Karlsruhe 2026
Hanna Meyer-Moses wurde 1927 als Tochter des Rechtsanwalts Nathan Moses (1886-1944) und seiner Frau Betty Moses, geborene Dreifuss (1889-1944), geboren. Bis 1931 lebte die Familie in Durlach, und anschließend in Karlsruhe.
Am 22. Oktober 1940 deportierten die
Nationalsozialisten ca. 6500 Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland
in das französische Internierungslager Gurs am Fuße der Pyrenäen. Unter
ihnen befand sich auch die 13-jährige Hannah Moses aus Karlsruhe. In
ihrem Zeitzeugenbericht schildert sie anschaulich das Leid der
Deportation, den furchtbaren Alltag im Lager Gurs und die Stationen
ihrer Flucht in die Schweiz. Dabei gelingt es ihr, die Perspektive des
Kindes mit einer nüchternen Beschreibung des Geschehens zu verbinden.
Die detaillierten Beschreibungen einzelner Menschen, Episoden und
Anekdoten machen die Erinnerungen von Hannah Meyer-Moses zu einem
eindrucksvollen Dokument
Musikalische Umrahmung mit Helga Betsarkis am Akkordeon
Veranstalter: VVN-BdA, Kreisverband Karlsruhe
Quelle zu Foto und Buch:
Reise in die
Vergangenheit: Eine Überlebende des Lagers Gurs erinnert sich an die
Verfolgung während der NS-Diktatur. Verlag Regionalkultur,
Ubstadt-Weiher 2009, ISBN 978-3-89735-560-6
Webseite des Veranstalters (https://www.stadtkloster-karlsruhe.de/teilnehmen)