+ SANGUISABOGG// BLACKBRAID// PUPIL SLICER EU/UK Tour
13. November 2026, 18.30 Uhr
Ort: Substage Karlsruhe e.V.
Seit mehr als drei Jahrzehnten sorgen Converge für musikalische und emotionale Katharsis, wobei sie das Anliegen über die Wahrnehmung und die Absicht über die Interpretation stellen. Ob es sich nun um ihr wegweisendes Album "Jane Doe" aus dem Jahr 2001 oder die 2021 erschienene Zusammenarbeit "Bloodmoon: I" mit Chelsea Wolfe handelt – sie haben einige der eindrucksvollsten Werke in den Bereichen Musik, Texte und visuelle Kunst des 21. Jahrhunderts geschaffen. Nur wenige Bands haben in dieser Zeit die Vorstellungswelt der Underground-Szene stärker geprägt. Es erscheint unwahrscheinlich, dass eine Band, die schon so lange Musik macht, ausgerechnet mit ihrem elften Album – im 35. Jahr ihres Bestehens – eines ihrer besten Werke abliefert. Und doch: "Love Is Not Enough" könnte die Krönung von Converges jahrzehntelanger Reise durch den Mikrokosmos von Punk, Hardcore und Metal darstellen. Was Sänger und Texter Jacob Bannon, Gitarrist und Produzent Kurt Ballou, Bassist und Sänger Nate Newton sowie Schlagzeuger Ben Koller hier geschaffen haben, ist ein kompromissloses künstlerisches Statement über die Turbulenzen des Lebens, das ihre gemeinsamen Stärken bündelt. Das Album ist frei von jeglichem Ballast. Jeder Song entfaltet eine Kraft und Zielgerichtetheit, die weit über den menschlichen Ursprung hinausreicht und die Wut, den Schmerz sowie die Frustration der heutigen Zeit widerspiegelt. Von der eröffnenden Salve des Titelstücks bis zum abschließenden Orkan von „We Were Never the Same“ bietet "Love Is Not Enoug"* eine klangliche Balance aus Vitalität und Aggressivität, die das Chaos und die Ungewissheit unserer Zeit einfängt.
„Es gibt immer Hindernisse auf der Welt“, sagt Bannon. „Persönliche, berufliche, wirtschaftliche – was auch immer. Aber ich habe das Gefühl, dass wir uns irgendwo in unserer evolutionären Entwicklung in einem Schnellkochtopf befinden. Es ist eine enorme Herausforderung, in der modernen Welt Mensch zu sein und zu versuchen, zu funktionieren, sich zu behaupten, zu wachsen sowie Empathie und Mitgefühl zu zeigen. All das erfordert heute mehr Kraft als früher.“
Schon der Albumtitel bringt die Herausforderungen der heutigen Zeit auf den Punkt. „Die Zeile ‚Love is not enough‘ (Liebe reicht nicht aus) geisterte mir schon eine ganze Weile im Kopf herum“, erzählt Bannon. „Einige der Dinge, die ich damals schrieb, entstanden aus der Perspektive menschlicher Widerstandskraft heraus – als Akzeptanz der Brutalität und Unerbittlichkeit der Welt. Ich setzte mich auf poetische Weise damit auseinander und legte die Texte erst einmal beiseite. Als wir dann ins Studio gingen, fügte sich alles zusammen.“ Auf „Love Is Not Enough“ gibt es keine Gastmusiker, keine Studiotricks und kein zwanghaftes Glätten menschlicher Unvollkommenheiten auf der Jagd nach dem perfekten Take. „Ich glaube, dass dieser Realismus in vielen modernen Musikstilen fehlt – ganz gleich welches Genre, aber besonders in unserem“, sagt Bannon. „Entweder klingt alles extrem roh und fast chaotisch, sodass es schon vom Wesentlichen ablenkt, oder Bands rauben ihrer Musik die Lebendigkeit, indem sie jeden Aspekt totbearbeiten. Manchmal ist der perfekte Take gerade der, der etwas Wildes an sich hat. Er ist nicht technisch perfekt ausgeführt. Auf diesem Album gibt es viele kraftvolle und viele wütende Momente. Der Realismus verstärkt diese Wirkung noch.“ Im Gegensatz zu so vielen Alben, die einem bewährten Schema bei der Songreihenfolge folgen – bei dem die Favoriten gezielt auf die entscheidenden ersten, zweiten und letzten Plätze gesetzt werden –, steht bei "Love Is Not Enough" der dynamische Fluss im Vordergrund. „Es macht etwas, das kein anderes Converge-Album tut: Die Intensität steigert sich immer weiter“, sagt Bannon. „Und das ist absolut beabsichtigt. Intern haben wir Dutzende von Ideen für die Reihenfolge ausgetauscht, denn jeder interpretiert Musik anders, und es gibt keinen Königsweg. Wenn wir das tun, scherzen wir immer, dass am Ende alle gleichermaßen unzufrieden sein müssen. Aber diese Zusammenstellung hier funktioniert.“
Einlass: 17:30 Uhr
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Durlacher Allee 62 , 76131 Karlsruhe
Kontakt
E-Mail: info@substage.de
Telefon: 0721/783115 -0
Webseite des Veranstalters (http://www.substage.de)
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