Zum Zeitvertreib und für den eigenen Gebrauch als fürsterzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg komponierte der 19-jährige Mozart 1775 binnen eines Dreivierteljahres vier Violinkonzerte voll jugendlichem Charme und Esprit. Das
D-Dur-Konzert KV 218
, das Mozarts zufolge „wie Öhl“ geht, zeichnet sich vor allem durch seine rhythmische Agilität und ausdrucksvolle Kantabilität aus.
Mit seiner
5. Sinfonie
verließ Gustav Mahler zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Welt der Wunderhorn-Poesie seiner ersten vier Sinfonien und trat in eine neue Schaffensphase ein. Die fünf Sätze sind durch stark kontrastierende Charaktere bestimmt: Monumentalität, Witz und humorvolle Leichtigkeit, Gelassenheit und Ruhe sowie stürmische Raserei. „Eine Symphonie muss wie die Welt sein. Sie muss alles enthalten“, war das Credo des Komponisten, dessen „Fünfte“ im Adagietto auch eine Liebeserklärung an seine spätere Frau Alma barg. Mit seiner tiefempfundenen Innigkeit gehört dieser Satz – spätestens seit der Verwendung in Viscontis Filmklassiker
Tod in Venedig
– zu Mahlers populärsten Kompositionen.
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