Nach dem Ende ihrer
Ehe und dem Auszug der Kinder steht eine Wienerin in Berlin vor einer radikalen
Entscheidung: Das geliebte, aber marode Wochenendhaus in der ostdeutschen
Provinz soll verkauft werden. Doch während geplatzte Rohre repariert und Sickergruben
ausgehoben werden, beginnt eine ganz andere Bestandsaufnahme. Eva Menasse
erzählt in ihrem aktuellen Roman mit feinem Witz und scharfem Blick von den
großen Umbrüchen der Lebensmitte. "Alleinruhelage" ist ein melancholischer
und gleichzeitig ironischer Rückblick auf Patchwork-Familien, verschwundene
Lieben und die Suche nach Heimat in der Fremde. Hinzu kommen skurrile
Dorfbegegnungen und zwei sonderbare handwerkliche Alleskönner aus Osteuropa.
Ein Buch über Heimat und Natur, das Abschiednehmen und den Mut zu einem
Neuanfang.
Eva Menasse,
geboren 1970 in Wien, studierte Geschichte und Deutsche Literaturwissenschaft
an der Universität Wien. Sie arbeitete als Redakteurin der FAZ für die
„Berliner Seiten“ in Berlin (1998 – 2002), danach als Feuilletonkorrespondentin
in Wien (2000 – 2002). Drei Jahre später erschien ihr Debütroman "Vienna" (2005).
Es folgten zahlreiche weitere Romane und Erzählungen, darunter der Roman "Quasikristalle" (2013), für den sie mit dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet wurde, "Tiere
für Fortgeschrittene", für welchen sie den Österreichischen Buchpreis
erhielt, sowie den Bestsellerroman "Dunkelblum" (2021), mit dem sie den
Hauptpreis des Bruno-Kreisky-Preises gewann. Neben vielen weiteren
Auszeichnungen wurde Eva Menasse 2019 mit dem Ludwig-Börne-Preis für ihre
essayistische und journalistische Arbeit geehrt. Zuletzt erschien ihr Roman "Alleinruhelage" (2026).
Für die meisten Veranstaltungen können Karten entweder online oder vor Ort bei der Stephanus Buchhandlung sowie an der Abendkasse erworben werden.
Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe
Die Literarische Gesellschaft ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und Trägerin des Museums für Literatur am Oberrhein. Neben dem Museum für Literatur am Oberrhein unterhält sie die Oberrheinische Bibliothek sowie das Oberrheinische Literaturarchiv. Mit annähernd 6000 Mitgliedern ist sie die größte literarische Vereinigung Mitteleuropas.
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