Der israelische Autor Tomer Dotan-Dreyfus stellt sein Buch "Keinheimisch", Kindheit in Israel, Leben in Deutschland vor.
22. Februar 2026, 18 bis 19.30 Uhr
Ort: Stadtkloster St. Franziskus (Saal im Untergeschoss), Rechts der Alb 28, 76199 Karlsruhe/Dammerstock
Foto: Copyright Shai Levy
»Es scheint, als kenne ich alle Pflanzen dieses Landes, aber niemals ihre Wurzeln.«
Eine Reflexion über Heimat, die Nakba und das Leben zwischen Israel und Deutschland.
Dotan-Dreyfus, aufgewachsen in Haifa, Israel, schreibt die vom
Holocaust überschattete Geschichte seiner Familie und hinterfragt
zugleich die israelische Gründungsgeschichte. Sein Großvater beteiligte
sich an der Nakba, doch erzählt wurde die Vertreibung der Palästinenser
später als »Befreiung«. Welche Rolle spielte der Großvater 1948
wirklich?
In Keinheimisch verschmelzen
Kindheitserinnerungen mit Reflexionen über Geschichte, Literatur und
Politik. Eine berührende Erzählung über Erzählungen und die Frage, wie
sehr man ihnen trauen kann.
Der Eintritt ist auf Spendenbasis.
Tomer Dotan-Dreyfus ist in Israel aufgewachsen. Seit 2011 lebt er als
Autor und Übersetzer in Berlin. Er studierte Philosophie und
Komparatistik in Berlin, Wien und Paris und schreibt sowohl in
hebräischer als auch in deutscher Sprache, übersetzt deutsche Literatur
ins Hebräische und veröffentlichte Lyrik, Essays und Prosa.
Er
schreibt regelmäßig über Israel und Palästina sowie über Antisemitismus
in Deutschland. Seine Artikel erscheinen unter anderem in Süddeutsche
Zeitung, taz und Berliner Zeitung. Sein erster Roman Birobidschan
(Voland & Quist) stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis
2023.
Kontakt: eran.baram@posteo.de