Literaturkritikerin Meike Feßmann bezeichnet Peter Stamm als
einen „Meister lautloser Nebensächlichkeiten“ ("Deutschlandfunk Kultur",
27.11.2025). Sein aktueller Band "Auf ganz dünnem Eis" (2025) umfasst neun
Geschichten, die vielschichtig und kunstvoll erzählt sind, subtil und gewohnt
nahbar. Alle Geschichten erscheinen durch die Ich-Perspektive und das Präsens, in
dem sie verfasst sind, sehr gegenwärtig und nah beim Lesen. Für Stamm typisch
sind die Stille, die seine Figuren umgibt, das Ungesagte, der Aufbruch. Das
leise, melancholische Buch handelt auch von Einsamkeit, einem wichtigen Thema
in unserer heutigen Gesellschaft. So suchen die Figuren inmitten ihres Alltags
nach echter Nähe – ein Spiel mit dem Verhältnis zwischen Entfremdung und Nähe.
Peter Stamm, geboren 1963 in Weinfelden (Schweiz), studierte
nach einer kaufmännischen Lehre einige Semester Anglistik, Psychologie und
Psychopathologie an der Universität Zürich. Seit 1990 arbeitet er als Autor und
Journalist. Stamm schrieb Reportagen und Satiren – unter anderem für die "Neue
Zürcher Zeitung" und das Magazin des "Tages-Anzeigers" – sowie
zahlreiche Hörspiele und Theaterstücke. 1998 erschien sein Debütroman Agnes.
Seine Werke wurden in 41 Sprachen übersetzt. Und er stand 2013 auf der Shortlist
des Booker International Prize. 2014 hatte Peter Stamm die Poetik-Dozentur an
der Universität Bamberg inne. Er veröffentlichte mehr als 20 Bücher (Stand:
Juli 2026). 2018 wurde Stamm mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Zuletzt
erschien sein Erzählband "Auf ganz dünnem Eis" (2025).
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Die Literarische Gesellschaft ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und Trägerin des Museums für Literatur am Oberrhein. Neben dem Museum für Literatur am Oberrhein unterhält sie die Oberrheinische Bibliothek sowie das Oberrheinische Literaturarchiv. Mit annähernd 6000 Mitgliedern ist sie die größte literarische Vereinigung Mitteleuropas.
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