Ein Ehepaar, das fürchtet, von seinem Sohn denunziert zu werden. Eine jüdische Frau, die ihren Mann verlassen und ins Exil gehen wird, weil die Gesellschaft ihn ausgrenzt. Ein Paar, das die Verhaftung ihres Nachbarn mit anhört, den es verraten hat. Oder eine Familie, deren toter Sohn in einem verschlossenen Zinksarg gebracht wird, sodass nicht mehr erkennbar ist, wie er starb. In seinem 1938 uraufgeführten Stück
Furcht und Elend des Dritten Reiches
erzählt Bertolt Brecht, wie ein diktatorisches System den Alltag, das soziale Gefüge und die familiären Strukturen der deutschen Gesellschaft ergreift.
Für Regisseur Timofey Kuljabin erfasst dieses System die Sprache selbst. Seine Inszenierung schlägt einen Bogen von lauter Propaganda hin zum Verstummen und fokussiert auf die unheimliche Gegenwärtigkeit des Brecht‘schen Stoffs.
Bis zum Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine war Timofey Kuljabin künstlerischer Leiter des Theaters
Rote Fackel
in Nowosibirsk und inszenierte u. a. am Moskauer Theater der Nationen und am Bolschoi-Theater. Seither Arbeiten u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Nationaltheater Sofia, an der Opéra National de Lyon und am Dailes Theater in Riga (
In der Einsamkeit der Baumwollfelder
mit John Malkovich). Im Sommer 2024 hatte Kuljabins Inszenierung von
Iphigenie in Aulis
beim Athens and Epidauros Festival Premiere.
Tages- & Abokasse im K. (K-Punkt)
Ettlinger-Tor-Platz 1
76137 Karlsruhe
T 0721 9333 33
E-Mail
tickets@staatstheater.karlsruhe.de
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 10:00–18:30 Uhr
Samstag 10:00–13:00 Uhr
(außer an Feiertagen)
Hermann-Levi-Platz 1, 76137 Karlsruhe
Kontakt
E-Mail: kartenservice@staatstheater.karlsruhe.de
Telefon: 0721/93 33 33
Umgebungsinformationen
Nächste Haltestellen
(Entfernung in Luftlinie)




Webseite des Veranstalters (https://www.staatstheater-karlsruhe.de)
Kontakt
E-Mail: kartenservice@staatstheater.karlsruhe.de
Telefon: 0721/933333
Hermann-Levi-Platz 1, 76137 Karlsruhe