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GAUTHIER DANCE

"FireWorks" // Celebrating 40 Years of Theaterhaus Stuttgart

14. Januar 2027, 20 Uhr
Ort: Kulturzentrum Tollhaus


 
FireWorks.Celebrating 40 Years of Theaterhaus StuttgartEine Produktion von Theaterhaus Stuttgart The FireWorks ProjectUraufführungInspiriert von der großartigen Tradition des Theaterhauses als Konzertspielstätte, zündet The Fireworks Project im ersten Teil des Abends neun bunte Tanz-Raketen. Die neuen Kreationen basieren allesamt auf Musikstücken, die für die künstlerische Identität des Hauses mit seiner illustren Jazz-Tradition stehen. Schließlich drehte sich in den Anfängen dieser Stuttgarter Spielstätte der Herzen fast alles um – Musik. Davon zeugen bis heute die legendären Theaterhaus Jazztage rund um Ostern. Dieser Energie spürt Eric Gauthier nach und klopfte bei neun Starchoreograph:innen an, die teils noch nie, teils schon sehr häufig mit Gauthier Dance zusammengearbeitet hatten. Sein Köder: eine reichhaltige Liste von ikonischen Titeln, die sämtlich bereits live im Theaterhaus gespielt worden waren. Der Auftrag: eines dieser Stücke in Tanz zu verwandeln. Alle bissen an! Und schon während der Probenphase wurde deutlich, welches Potential in dem so simpel erscheinenden Konzept steckt. Nicht nur zwingt die Kürze der ausgewählten Titel zu höchster Konzentration und Intensität. Auch die überragende musikalische Qualität der Vorlagen verleiht der Imagination der Choreograph:innen Flügel.Fanfare Ciocărlia: Ciocârliă şi suiteBarak Marshall in Zusammenarbeit mit den Gauthier Dance Tänzer:innen: The GatheringChet Baker: I‘m Old FashionedMauro Bigonzetti: Fully BlueLaurie Anderson: O SupermanDominique Dumais: Hold me NowMercedes Sosa: Años, Sólo Le Pido A Dios (en directo)Marco Goecke: Monstruo GrandeCharles Aznavour: La bohème (Italian Version)Sofia Nappi: CHARLIEKronos Quartet: Bells, Tusen TankarJohan Inger: A Thousand ThoughtsBobby McFerrin: Thinkin‘ About Your BodyStijn Celis: Thinkin about!Philip Glass: Les enfants terribles - Arr. for Piano duet: II. Paul Is DyingVirginie Brunelle: CarouselOscar Peterson Trio: Hymn to FreedomBenjamin Millepied: Hymn to FreedomFanfare Ciocărlia: Moliendo Café, Dusty RoadBarak Marshall: The EndIdee & Konzept: Eric GauthierKostümdesign: Gudrun Schretzmeier & die Choreograph:innen, für „Monstruo Grande“: Michaela SpringerBonus TrackIm Sommer 2024 gab es ein kleines Jubiläum zu feiern, drei Jahre Zusammenarbeit mit unserem Artist in Residence! Die Hommage ANTHOLOGY Shechter X Gauthier Dance zeigte Shechter pur und enthielt neben zwei Wiederaufnahmen auch eine Premiere als Dreingabe – eben als Bonus Track. Der unverfängliche Titel gab keinen Hinweis darauf, welche Wucht diese Neukreation entfaltet. Denn wenn man sie mit einem Wort beschreiben müsste, würde der französische Ausdruck „danse macabre“ (Totentanz) wohl am besten passen. In voller Company-Stärke, mit den eckigen, doch präzise abgezirkelten Bewegungen von Gliederpuppen bewegen sich die Tänzer:innen in ständig wechselnden Formationen über die Bühne. Einander fortwährend belauernd und umkreisend, sind sie damit beschäftigt, sich auf einfallsreiche Weise gegenseitig umzubringen. Wobei die eben Getöteten im nächsten Moment aufstehen, als sei nichts gewesen, um sich sofort wieder in das gespenstische Spiel einzureihen. Als Finale von ANTHOLOGY komplettierte dieser Blick in das dunkel grundierte, gesellschaftskritische Universum des Choreographen das Triple-Programm erst zum ganzen Shechter. Für sich genommen, erweist sich Bonus Track im doppelten Sinne als Joker. Als tänzerisch formvollendeter Spaß voll tiefschwarzem Humor und einer verstörenden Botschaft: Das Leben ist nichts anderes als ein gespenstischer Maskenball.Choreographie & Komposition: Hofesh ShechterLichtdesign: Mario DaszeniesKostümdesign: Gudrun Schretzmeier & Hofesh ShechterProbenleitung: Kim KohlmannABCFür den Startänzer Johan Kobborg kreierte Eric Gauthier im Herbst 2019 das Solo ABC, das bald darauf auch ins Repertoire der Theaterhaus-Company übernommen wurde. Ähnlich wie Gauthiers Erfolgsstücke Ballet 101 und Ballet 102 arbeitet ABC mit Sprache – wobei ABC durchaus wörtlich gemeint ist. Denn es nimmt die Zuschauer:innen mit durch die Buchstaben des Tanzalphabets – von A wie Arabesque über L wie Lift bis V wie Variations. Doch wie schon Ballet 101 und Ballet 102 nimmt auch ABC als „Ratgeber für Angeber“ augenzwinkernd seriöse Tanz-Handbücher auf die Schippe. Unter das Fachvokabular hat Gauthier daher eine Menge aus dem prallen Tänzerleben gegriffener Ausdrücke geschmuggelt wie available oder loud.Choreographie, Licht & Kostüme: Eric GauthierKomposition: Philip Kannicht, Eric GauthierUraufführung: St. Petersburg, 13. Oktober 2019Bolero +Teuflisch schwer zu tanzen: Andonis Foniadakis’ rauschhafte Choreographien kombinieren komplexe Bewegungsabläufe mit rasendem Tempo. Auf verblüffend andere Weise fordert sein zum Kultstück avancierter Bolero die Performer:innen ebenfalls bis zur Erschöpfung. Zu den hypnotischen Klängen von Ravel lässt Foniadakis sie vom ersten bis zum letzten Takt auf Trampolinen tanzen. Als der kretische Choreograph den Bolero 2024 mit den Gauthier Dance JUNIORS auf die Bühne brachte, war die Begeisterung groß. Als triumphaler Abschluss ihres ersten eigenen Bühnenprogramms RENAISSANCE riss diese künstlerisch-sportliche Höchstleistung das Publikum zuverlässig von den Stühlen. Für das Doppeljubiläum zu 40 Jahre Theaterhaus und dem 150. Geburtstag von Maurice Ravel setzt Foniadakis noch eins drauf. Zu einem energiegeladenen Trampolin-Team vereinen sich in Bolero + nun 14 Tänzer:innen.Choreographie: Andonis FoniadakisChoreographische Assistenz: Paraskevi OikonomouMusik: Maurice RavelLichtdesign: Sakis BirbilisKostümdesign: Anastasios Sofroniou

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