https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Eduard_Moerike.jpg
2025 jährt sich der 150. Todestag Eduard Mörikes (1804-1875), der zu den größten deutschen Dichtern des 19. Jahrhunderts gehört. Ein bisschen weltfremd schaut der schwäbische Poet da drein, auf den alten Fotos, hinter kleinen runden Brillengläsern, ein Idyllenschreiber, der sich mit 39 Jahren pensionieren lässt, froh, dem Brotberuf des Pfarrers entkommen zu sein. In Wahrheit hat seine Dichtung nichts mit Idylle zu tun. Jedes Wort ist dem drückenden Alltag, einer großen Lebensängstlichkeit, der nie verwundenen Jugendliebe abgetrotzt. Das aber macht seine Lyrik so kostbar. Sie ist geprägt von einem zarten, schwermütigen, doch stets humoristischen Grundton. Mörikes Bewusstsein für Form und Schönheit haben Komponisten wie Schumann und Hugo Wolf angeregt, seine Gedichte zu vertonen. Es sind seine zwischen Traum und Wachheit, Plauderton und tiefer Abgründigkeit oszillierenden Verse, die uns heute noch anrühren und die nicht aufhören, uns zu beschäftigen.
Dr. Kerstin Koblitz
(Karlsruhe u. Baerenthal / Frankreich)
Sie studierte Germanistik und Philosophie und wurde über das Erzählwerk Martin Walsers zum zur Dr. phil. Promoviert.
Änderung im Vergleich zum gedruckten Programm.
Eintritt Mitglieder 3,00 EUR, Nichtmitglieder 6,00 EUR, Studierende frei
Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe
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(Entfernung in Luftlinie)
Webseite des Veranstalters (https://goethe-gesellschaft-karlsruhe.de)
Kontakt
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Telefon: 0721 3540754
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