Simbabwe besitzt das größte Lithiumvorkommen Afrikas. Mit kolonialen Rohstoffökonomien soll in Simbabwe jetzt aber Schluss sein. Welche Perspektiven ergeben sich daraus für eine gerechte Entwicklung in Simbabwe, für Afrika und für die Beziehungen zu Europa?
7. Oktober 2026, 19 Uhr
Ort: Kinemathek
Für die „grüne“ Energie- und Mobilitätswende braucht es Lithium – für Elektroautos, Batterien, Batteriespeicher. Simbabwe besitzt das größte Lithiumvorkommen Afrikas. Mit kolonialen Rohstoffökonomien soll in Simbabwe jetzt aber Schluss sein.
Während die Wertschöpfung bisher im Ausland stattfand, Gewinne an politische und ausländische Investoren flossen, trugen die Gemeinden die sozialen und ökologischen Kosten des Bergbaus. Statt in China werden Vorprodukte moderner Batterien seit 2026 in Simbabwe gefertigt. Der Lithiumboom aber ist ambivalent. Der wachsende Wettbewerb um Afrikas Rohstoffe prägen die wirtschaftlichen und politischen Handlungsspielräume des Landes. Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer bei dieser Entwicklung?
Der renommierte Philosoph, Theologe und Literaturwissenschaftler Dr. Boniface Mabanza Bambu wird als Referent der Kirchlichen Stelle Südliches Afrika, Chancen und Fallstricke dieser Entwicklung aufzeigen.
Als Auftakt wird der Kurzfilm "Mit offenen Karten -China in Afrika" von ARTE gezeigt.
Das Publikum ist eingeladen, gemeinsam aktuelle Entwicklungen der Energiewende am Beispiel Lithium einzuordnen und darüber zu diskutieren, welche Perspektiven sich daraus für eine gerechte Entwicklung in Simbabwe, für Afrika und für die Beziehungen zu Europa ergeben.
Eine Veranstaltung der AG Energiewende JETZ! von Attac in Kooperation mit dem Weltladen Karlsruhe im Rahmen der Fairen Wochen Karlsruhe.
Foto: Dr. Boniface Mabanza Bambu
Kaiserpassage 6 , 76133 Karlsruhe
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